Bei seinem Auftrag, den Zusammenhang zwischen Lärmeinwirkung und Gehörschädigungen bei Piloten und Flugzeugwerftarbeitern zu untersuchen, stieß Alfred Tomatis auf grundlegende Erkenntnisse:
- Das Hören oder „Nicht-Hören-Wollen“ wird unbewusst von der Psyche gesteuert.
- Zwischen der Hörleistung und der Stimme der Versuchsperson besteht eine Beziehung.
Die Zusammenhänge zwischen dem Hören und dem Sprechen wurden 1957 offiziell von der Medizinischen Akademie der Wissenschaften an der Sorbonne in Paris als die „Drei Tomatis-Gesetze“ anerkannt:
- Die Stimme enthält nur die Frequenzen, die das Ohr hört.
- Gibt man dem Ohr die Möglichkeit, nicht bzw. nicht gut wahrgenommene Frequenzen wieder korrekt zu hören, treten diese augenblicklich und unbewusst wieder in der Stimme in Erscheinung.
- Die über eine bestimmte Zeitdauer wiederholte akustische Stimulation führt zur endgültigen Veränderung des Gehörs und folglich der Phonation.
Dieses Wissen bildet die Grundlage des Tomatis-Hörtrainings.