Alfred Tomatis entwickelte für das Hörtraining das so genannte „Elektronische Ohr“. Diese spezielle Apparatur besteht – vereinfacht dargestellt – aus Verstärkern, Filtern und elektronischen Kippschaltern. Die Musik wird durch zwei Kanäle geschickt, die abwechselnd in Aktion treten. Je nach Lautstärke öffnet sich der eine Kanal, während sich der andere schließt. Für die feinen Muskeln des Mittelohres ist das ein überraschender Effekt. Sie jonglieren zwischen Anspannung (bewusstem Hören) und Entspannung und müssen sich den Gegebenheiten schnell anpassen. Mit der Zeit bewirkt diese Mikrogymnastik eine Konditionierung der Gehörmuskeln, die schließlich selbständig in der Lage sind, die korrekte Regulierung der Schallübertragung zu vollziehen.